Linke in Sachsen-Anhalt mahnt zu Kampf gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus

Die Fraktion Die Linke im Landtag von Sachsen-Anhalt hat anlässlich des sechsten Jahrestags des rechtsterroristischen Anschlags von Halle zu entschlossenem Handeln gegen Antisemitismus, Rassismus und extreme Rechte aufgerufen. Fraktionsvorsitzende Eva von Angern erklärte, der Anschlag vom 9. Oktober 2019 sei einer der schwersten rechtsterroristischen Angriffe in der Geschichte des Landes gewesen.

Bei dem Anschlag wurden zwei Menschen ermordet und viele weitere verletzt und traumatisiert.

Die jüdische Gemeinde in Halle entging nur knapp einer noch größeren Katastrophe, da der Täter am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur versucht hatte, in die Synagoge einzudringen, was nur durch eine verschlossene Tür verhindert wurde. Der Täter habe sich offen als Incel bekannt und die freie Gesellschaft sowie Feminismus bekämpfen wollen.

Von Angern betonte, Antisemitismus und Rassismus seien keine Randerscheinungen, sondern eine reale und tödliche Bedrohung.

Aus den Forderungen nach entschlossenem Handeln müssten konkrete politische Schritte folgen. Der Schutz von Minderheiten, die Stärkung demokratischer Werte und der Einsatz für ein offenes, vielfältiges Miteinander gehörten ins Zentrum des Handelns.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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