Grüne fordern Bund zu Finanzierung eigener Steuerentlastungen auf

Die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Sachsen-Anhalt hat den Bund aufgefordert, die finanziellen Folgen seiner Steuerentlastungsvorhaben selbst zu tragen. Das teilte der finanzpolitische Sprecher der Grünen, Olaf Meister, am Montag mit.

Laut Meister belaufen sich die Ausfälle der Länder durch Steuererleichterungen für die Gastronomie und eine höhere Pendlerpauschale auf 11,2 Milliarden Euro, bei den Gemeinden auf 1,4 Milliarden Euro.

„Was der Bund an schwarz-roten Steuergeschenken beschließt, darf nicht zu Ausfällen in den Haushalten der Länder und Kommunen führen“, so der Abgeordnete.

Kritisch äußerte sich Meister auch zum Verhalten der Landesregierung im Bundesrat, die sich gegen Maßnahmen zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung wie die Registrierkassenpflicht und digitale Zahlungsoptionen gestellt habe. Digitale Bezahlmöglichkeiten erschwerten Steuerhinterziehung und seien zeitgemäß, betonte der Grünen-Politiker.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    BSW-Chefin Wagenknecht räumt Fehler bei Regierungsbeteiligung in Thüringen ein und fordert neues Modell

    BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht hat den Eintritt ihrer Partei in die Thüringer Landesregierung als Fehler bezeichnet. „Es war ein Fehler, direkt in die Regierung zu gehen, weil eine Partei, die das…

    BSW Sachsen-Anhalt: Parteiaustritt von Katja Wolf ist Befreiungsschlag für Wagenknecht-Kurs

    Die Spitze des BSW Sachsen-Anhalt hat den Parteiaustritt der Thüringer Vize-Ministerpräsidentin Katja Wolf aus dem BSW begrüßt. „Mit dem Austritt von Katja Wolf gibt es endlich Klarheit. Der Druck aus…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert