Scharfe Kritik an „Drecksarbeit“-Äußerungen von Merz

Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), wonach Israel mit seinen Angriffen auf das Regime und das Atomprogramm in Iran die „Drecksarbeit“ auch für Deutschland erledige, stoßen auf scharfe Kritik der Opposition.

„Merz sollte mal ein Klo putzen. Dann wüsste er, was Drecksarbeit bedeutet“, sagte der Co-Vorsitzende der Linken, Jan van Aken, der „Süddeutschen Zeitung“. „Wenn Menschen getötet werden, nennt Merz das Drecksarbeit. Damit verhöhnt er die Opfer von Krieg und Gewalt.“

„Die iranische Atombombe muss verhindert werden. Das ist durch kluge Verhandlungen möglich. Oder durch einen dreckigen Krieg. Wir können uns noch immer entscheiden, für welchen Weg wir uns starkmachen wollen“, so van Aken, der im Bundestag Mitglied des Auswärtigen Ausschusses ist. Er sei „immer dafür, den Weg der Diplomatie zu gehen, solange es einen Weg der Verhandlungen gibt“. In den vergangenen zwanzig Jahren sei es gelungen, durch „kluge Diplomatie mit dem Atomdeal eine militärische Eskalation und gleichzeitig eine iranische Atombombe zu verhindern“.

Merz hatte dem ZDF am Rande des G7-Gipfels in Kanada gesagt: „Das ist die Drecksarbeit, die Israel macht für uns alle. Wir sind von diesem Regime auch betroffen.“ Das Mullah-Regime habe „Tod und Zerstörung über die Welt gebracht“. Er habe größten Respekt davor, „dass die israelische Armee den Mut dazu gehabt hat, die israelische Staatsführung den Mut dazu gehabt hat, das zu machen“.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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