Bundesmittel für NSU-Dokumentationszentrum in Chemnitz gesichert

Der Bund stellt im kommenden Jahr 1,2 Millionen Euro für die Förderung des ‚Offenen Prozess‘ in Chemnitz sowie weiterer dezentraler Erinnerungsorte zur Verfügung. Das hat der Bundestag im Rahmen des Haushaltsbeschlusses für 2026 entschieden, wie das Sächsische Staatsministerium für Soziales mitteilte.

Die sächsische Sozialministerin Petra Köpping bezeichnete die Entscheidung als großen Erfolg für die Zivilgesellschaft.

Das Dokumentationszentrum in Chemnitz war im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt 2025 eröffnet worden und hat in einem halben Jahr bereits etwa 14.000 Besucher gezählt. Die Pilotphase 2024/25 hatten der Freistaat Sachsen und der Bundesbeauftragte für Kultur und Medien mit jeweils zwei Millionen Euro finanziert.

Der Sächsische Landtag hat für 2026 erneut rund zwei Millionen Euro bereitgestellt.

Langfristig soll der Chemnitzer Standort in eine geplante Bundesstiftung mit einem Hauptstandort in Nürnberg integriert werden. Eine entsprechende Stiftung soll im Laufe des Jahres 2026 durch ein Bundesgesetz auf den Weg gebracht werden, um die Finanzierung dauerhaft zu sichern.

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