Grüne fordern Landesstrategie für nachhaltige Rechenzentren in Sachsen-Anhalt

Die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Sachsen-Anhalt hat die Landesregierung aufgefordert, eine klare Strategie für die Ansiedlung nachhaltiger Rechenzentren zu entwickeln. Das teilte der finanzpolitische Sprecher der Fraktion, Olaf Meister, am Mittwoch mit.

Hintergrund sei die rapide wachsende Nachfrage nach digitalen Kapazitäten und Dutzende von Standortanfragen im Land.

Meister bezeichnete Rechenzentren als ‚Herzschrittmacher der digitalen Welt‘, warnte aber vor den Risiken eines ungesteuerten Ausbaus. ‚Sie benötigen enorme Mengen Strom, Wasser und Fläche. Und ohne Steuerung drohen Wildwuchs, Ressourcenverschwendung und Akzeptanzverlust in der Bevölkerung‘, so der Abgeordnete.

Er kritisierte, der Begriff ‚Rechenzentrum‘ komme im Koalitionsvertrag der Landesregierung nur einmal vor, ohne konkrete Strategie.

Die Grünen fordern verbindliche Nachhaltigkeitskriterien wie Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen, Nutzung von Abwärme und Regenwasserkühlung. Sachsen-Anhalt biete mit viel Windkraft, leistungsfähigen Netzen und freien Flächen ideale Voraussetzungen, so Meister.

Auch auf Skepsis in Kommunen wie Querfurt ging er ein: ‚Transparente Verfahren, klare Kriterien und Beteiligung vor Ort sind entscheidend, damit solche Projekte Rückhalt finden.‘

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    CDU-Politiker Henrichmann: „Feinde unserer Demokratie“ haben im Geheimdienst-Kontrollgremium nichts verloren

    Der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums im Bundestag, CDU-Sicherheitspolitiker Marc Henrichmann, hat die Ausgrenzung von AfD und Linkspartei aus dem Gremium zur Kontrolle der Geheimdienste verteidigt. „Feinde unserer Demokratie und unseres…

    Nach AfD-Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt: Linke meldet über 1000 neue Mitglieder in 24 Stunden

    Nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt verzeichnet die Linke nach eigenen Angaben bundesweit einen starken Zulauf neuer Mitglieder. Allein in den ersten 24 Stunden nach der Landtagswahl traten 1.088…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert