US-Intervention in Venezuela laut Historiker völkerrechtswidrig mit globalen Konsequenzen

Princeton-Historiker Herold James hält die US-Intervention in Venezuela „glasklar für völkerrechtswidrig“ – und er warnt vor „dramatischen Konsequenzen für die Weltpolitik“.

„Trumps Intervention in Venezuela enthält eine klare Botschaft Richtung Moskau und Peking“, sagte James dem „Handelsblatt“. Russlands Präsident Wladimir Putin dürfte sich „ermutigt sehen, seinen aggressiven Kurs in der Ukraine fortzusetzen“. Auch für Chinas Staatspräsidenten Xi Jinping sei das Signal klar: „grünes Licht für die Eroberung Taiwans“.

Die frühere Nato-Botschafterin der USA, Julianne Smith, sagte unterdessen dem „Handelsblatt“, dass niemand Maduros Abgang betrauern werde. „Aber diese Operation wirft eine Reihe schwieriger Fragen auf.“

Harvard-Ökonom Kenneth Rogoff warnte vor der sich „abzeichnenden Instabilität in der gesamten Region“. „Das Maduro-Regime ist seit Langem ein Krebsgeschwür in der westlichen Hemisphäre“, sagte Rogoff. Allerdings sei „unklar, wie stark sich die USA engagieren müssen, um einen stabilen Übergang zu erzielen“. Das werde alles andere als leicht.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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