Staatsanwaltschaft erhebt Anklage nach Messerangriff in Dresdner Straßenbahn

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage gegen einen 26-jährigen Deutschen wegen gefährlicher Körperverletzung erhoben. Das teilte die Behörde am Freitag mit.

Dem Mann wird vorgeworfen, Ende Oktober in einer Straßenbahn einen anderen Fahrgast mit einem Messer verletzt zu haben.

Der Vorfall ereignete sich am 28. Oktober gegen 16:30 Uhr in der Linie 12 im Stadtteil Löbtau. Laut Anklage hörten der Beschuldigte und ein Begleiter laut Musik aus der rechtsextremen Szene.

Nach einer Aufforderung, die Musik abzustellen, soll ein Lied mit der Parole ‚Ausländer raus‘ abgespielt worden sein. Es folgten gegenseitige Beleidigungen und eine körperliche Auseinandersetzung, in deren Verlauf der 26-Jährige dem anderen Fahrgast mit einem Küchenmesser in den Hals und den rechten Oberarm gestochen haben soll.

Zum Tatzeitpunkt war er stark alkoholisiert.

Der Beschuldigte befindet sich seit der Tat in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht Dresden muss nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden.

Die Anklage wurde beim Schöffengericht der Stadt erhoben.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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