Grüne in Sachsen-Anhalt kritisieren Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht als wirkungslos

Die Landtagsfraktion der Grünen in Sachsen-Anhalt hat die geplante Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdgesetz scharf kritisiert. Der umweltpolitische Sprecher Wolfgang Aldag teilte am Montag mit, der Gesetzentwurf löse keine praktischen Probleme für Weidetierhalter, sondern sei reine Symbolpolitik.

Stattdessen würden nur Zuständigkeiten verschoben.

Aldag verwies auf Erfahrungen im Land, wonach konsequenter Herdenschutz und ein fachliches Wolfsmanagement wirken. Die Zahl der Übergriffe auf Nutztiere gehe zurück und das Wachstum der Wolfspopulation sei moderat.

Die im Entwurf vorgesehene Jagdzeit von Juli bis Oktober sei zudem problematisch, da in dieser Phase Jungtiere besonders gefährdet wären.

Besonders kritisch sehen die Grünen Forderungen nach einer willkürlichen Obergrenze von einem Wolf pro 1.000 Quadratkilometern. Ein solches Modell würde in Sachsen-Anhalt faktisch auf eine Ausrottung der Art hinauslaufen.

Pauschale Bejagung könne das Problem sogar verschärfen, da intakte Rudelstrukturen zerfallen und das Risiko von Übergriffen steigen könne, so Aldag.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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