DRK-Präsident Gröhe fordert besseren Schutz für humanitäre Helfer nach über 300 Toten

Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Hermann Gröhe, beklagt eine hohe Zahl von getöteten humanitären Einsatzkräften in Konflikten weltweit beklagt und eine bessere Durchsetzung des völkerrechtlichen Schutzes verlangt.

Im vergangenen Jahr seien mehr als 300 Helfer während ihres Einsatzes für andere Menschen getötet worden, darunter auch viele Mitarbeiter der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, sagte Gröhe den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben). Das sei ein „untragbarer Zustand“.

Hinter der Zahl steckten nicht nur Einzelschicksale, es handele sich vielmehr um eine Missachtung humanitärer Grundregeln insgesamt, sagte der DRK-Präsident. Die Helfer, die unter widrigen Bedingungen und großen Risiken das Leid anderer Menschen lindern wollten, seien ein Sinnbild an Mitmenschlichkeit. Gröhe sagte: „Es ist von sehr großer Bedeutung, dass den Regeln im bewaffneten Konflikt, dem humanitären Völkerrecht, endlich wieder mehr Geltung verschafft wird und das Recht umfassend durchgesetzt wird.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    US-Arbeitslosenquote bleibt im August bei 4,1 Prozent

    Die Arbeitslosenquote in den USA ist im August bei 4,1 Prozent stabil geblieben. Das teilte das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit. Die Zahl der Arbeitslosen stieg im gleichen Zeitraum…

    Brandanschlag auf Rohde & Schwarz-Baustelle in München: Zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft

    Nach einer mutmaßlichen Brandattacke auf eine Baustelle vor der Zentrale des Technologiekonzerns Rohde & Schwarz in München sind die zwei Tatverdächtigen in Untersuchungshaft genommen worden.Die Generalstaatsanwaltschaft München teilte am Freitag…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert