Nach Tötung von Khamenei: Klein warnt vor Terrorgefahr für jüdische Einrichtungen in Deutschland

Nach der Tötung des obersten iranischen Führers Ali Khamenei hat der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, vor Terror in Deutschland gewarnt.

Es sei damit zu rechnen, „dass der Iran seine Netzwerke hierzulande für Terroranschläge gegen jüdische und israelische Einrichtungen nutzen wird“, sagte Klein den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagausgaben). „Den Mechanismus zwischen erhöhten Spannungen im Nahen Osten und verstärkten Angriffen auf jüdisches Leben in Europa haben wir in der Vergangenheit immer wieder gesehen.“

Klein begrüßte Vorkehrungen der deutschen Sicherheitsbehörden, „um einen verstärkten Schutz jüdischer und israelischer Einrichtungen zu ermöglichen“.

Der CDU-Politiker und parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium (BMI), Christoph de Vries, lobte unterdessen die Tötung des Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei durch Israel und die USA. „Der Terrorist, Massenmörder und Unterdrücker des iranischen Volkes, Ali Khamenei, ist tot. Gut so“, sagte de Vries der Funke-Mediengruppe (Montagausgaben).

„Das Ende des brutalen Mullah-Regimes und die Befreiung des iranischen Volkes nahen. Dies ist eine historische Chance für einen freien, demokratischen Iran und für Stabilität und Frieden im Nahen Osten“, hob der CDU-Politiker hervor. Wenn der Sturz des Regimes gelinge, werde dies „auch die schiitisch-islamistischen Strukturen in Deutschland entscheidend schwächen, deren größte Unterstützer in Teheran sitzen“, so de Vries. Bis dahin gelte es, mit Blick auf die Sicherheit und den Schutz jüdischer, israelischer und amerikanischer Einrichtungen in Deutschland „weiterhin äußerst wachsam zu sein“.

Die USA und Israel hatten am Samstagmorgen eine massive Welle von Luftangriffen gegen den Iran gestartet. Bei einer Attacke in Teheran wurde Khamenei getötet. Als Reaktion führte der Iran Gegenangriffe auf Ziele in Israel sowie auf Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion aus.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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