Kulturstaatsminister fordert Berlinale-Reform nach anti-israelischen Protesten

Nach den anti-israelischen Protesten bei der Berlinale will Kulturstaatsminister Wolfram Weimer das Filmfestival neu strukturieren. „Der Ton der Aktivisten – egal woher sie kommen – darf nicht der Ton der Berlinale werden“, sagte Weimer der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe). Jurys, Mitarbeiter und Künstler müsse man besser vor „aktivistischen Übergriffen“ schützen.

Weimer ergänzte: „Wir müssen über den Verhaltenskodex, die personelle Formation und organisatorische Fragen der Berlinale sprechen, damit solche Vorkommnisse und Aktionen künftig unterbleiben.“ Es gelte zugleich, „die Akzeptanz der Berlinale auf möglichst breite Beine zu stellen“. Politische Aktivisten hätten die Festspiele negativ überlagert und mit ihren Aktionen die Stimmung regelrecht vergiftet. Kaum jemand spreche mehr über die tollen Filmemacher, beklagte Weimer.

Zugleich betonte der Staatsminister, die Berlinale werde immer „ein offenes Forum der Filmkunst, der Toleranz und des Dialogs bleiben“. Das wüssten auch alle Schauspieler und Regisseure, die mal dabei waren. „Aber die Berlinale darf kein Ort für Hetze, Antisemitismus oder gar Drohungen sein.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Berliner Polizei zählt 585 Schusswaffendelikte im ersten Halbjahr 2026 – 118 Geschädigte

    Die Berliner Polizei hat im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 585 Delikte mit Schusswaffengebrauch registriert, darunter 324 Bedrohungen und 261 Schussabgaben. Im Vorjahreszeitraum waren es 561 Fälle, wie aus den Zahlen…

    Motorsägenhersteller Stihl rechnet 2026 mit leichtem Umsatzrückgang wegen Trockenheit in Europa

    Der für seine Motorsägen bekannte Gerätebauer Stihl senkt seine Umsatzprognose für 2026. „Aus heutiger Sicht werden wir einen leichten Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Prozentsatz verbuchen“, sagte Stihl-Chef Michael Traub dem…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert