Kevin Kühnert schließt rot-rot-grüne Koalition derzeit aus – Ukraine-Krieg als Haupthindernis

Ex-SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert sieht derzeit kaum Chancen für eine rot-rot-grüne Koalition auf Bundesebene – vor allem aus außenpolitischen Gründen. Er „schätze manches“, was in der Linkspartei passiere, sagte Kühnert bei einer Veranstaltung des „Stern“ am Donnerstagabend in Hamburg. Die außenpolitischen Positionen seien aber noch stärker als früher ein Argument gegen ein solches Bündnis geworden.

Insbesondere den „Umgang mit dem Krieg in der Ukraine“ nannte er. „Ich habe das bis heute nicht verstanden: Die fühlen sich unwohl mit Waffenlieferungen, wollen damit aber nicht wie Sahra Wagenknecht sein.“ Wie auf der Grundlage jemand Verantwortung übernehmen solle, fragte Kühnert. „Das ergibt sich für mich nicht.“

Früher hatte Kühnert, der heute für den Verein Bürgerbewegung Finanzwende arbeitet, für rot-rot-grüne Bündnisse als „ernsthafte Optionen“ geworben. Komplett ausschließen wollte Kühnert ein solches Bündnis für die Zukunft aber nicht. „Ich würde mich nicht auf die ferne Zukunft festlegen“, sagte Kühnert.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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