Umfrage: Pistorius einziger Minister mit Mehrheitszufriedenheit – Merz und Kabinett abgeschlagen

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) bleibt unverändert der einzige Politiker im Bundeskabinett, mit dessen Wirken die Mehrheit der Bevölkerung zufrieden ist. Das zeigt eine aktuelle Erhebung des Marktforschungsinstituts Ipsos, die am Freitag veröffentlicht wurde. Für alle anderen Minister gilt: Maximal jeder dritte Bundesbürger ist mit ihrer Arbeit zufrieden, bei manchen sogar nur jeder vierte.

Pistorius kommt demnach auf 51 Prozent Zufriedenheit, 49 Prozent sind mit ihm eher unzufrieden. Dahinter kommen mit einigem Abstand Außenminister Johann Wadephul (CDU, 32 Prozent zufrieden), Innenminister Alexander Dobrindt (CSU, 31 Prozent) und Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU, 30 Prozent).

Auf den weiteren Plätzen: Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD, 29 Prozent), Finanzminister Lars Klingbeil (SPD, 28 Prozent), Justizministerin Stefanie Hubig (SPD, 28 Prozent), Wissenschaftsministerin Dorothee Bär (CSU, 27 Prozent), Landwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU, 26 Prozent), Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU, 26 Prozent), Digitalminister Karsten Wildberger (CDU, 26 Prozent), Umweltminister Carsten Schneider (SPD, 26 Prozent), Bildungsministerin Karin Prien (CDU, 25 Prozent).

Erst an 14. Stelle positioniert sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) – 25 Prozent sind mit ihm laut Ipsos-Umfrage zufrieden, 75 Prozent eher unzufrieden. Hinter ihm folgen nur noch vier Ministerinnen: Bauministerin Verena Hubertz (SPD, 24 Prozent Zufriedenheit), Entwicklungshilfeministerin Reem Alabali-Radovan (SPD, 24 Prozent), Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU, 22 Prozent) und Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU, 22 Prozent).

Mit der Arbeit der gesamten Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD sind unverändert 24 Prozent der Bundesbürger zufrieden, 76 Prozent äußern sich unzufrieden. Damit schneidet die Regierung als Ganzes im Durchschnitt etwas schlechter ab als die einzelnen Politiker.

Ipsos hatte eine quotierte Online-Befragung von 1.000 Wahlberechtigten zwischen 18 und 75 Jahren in Deutschland, gewichtet nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region und Wahlverhalten bei der letzten Bundestagswahl, vom 27. Februar bis zum 1. März 2026 durchgeführt.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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