Sachsen verliert mehr Arbeitskräfte durch Pendeln als je zuvor

Immer mehr Menschen verlassen Sachsen, um außerhalb des Freistaats zu arbeiten. Die Zahl der Auspendler ist im vergangenen Jahr auf 160.000 gestiegen und hat damit den höchsten Stand seit 25 Jahren erreicht, wie die Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit mitteilte.

Gleichzeitig sank die Zahl der Einpendler, die für eine Beschäftigung nach Sachsen kommen, leicht auf 144.700. Damit liegt der Pendlersaldo bei minus 15.000 Personen.

Die meisten Einpendler stammen aus Sachsen-Anhalt (38.603), gefolgt vom Ausland (26.830) und Thüringen (21.590). Unter den Auspendlern sind Bayern (26.902), Sachsen-Anhalt (25.840) und Thüringen (18.263) die wichtigsten Zielregionen.

Klaus-Peter Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion, betonte, dass sich Sachsen die Abwanderung von über 15.000 Arbeitskräften angesichts des Fachkräftemangels nicht mehr leisten könne.

Als Hauptmotiv für das Pendeln nannte die Behörde höhere Löhne, wies aber darauf hin, dass der rechnerische Mehrverdienst oft durch Pendelkosten und Zeitverlust aufgezehrt werde. Die Arbeitsagenturen bieten Menschen, die beruflich nach Sachsen zurückkehren möchten, entsprechende Beratung an.

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