Sachsen will Berufsanerkennung für Fachkräfte beschleunigen

Die sächsische Staatsregierung will die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse deutlich vereinfachen und beschleunigen. Das teilte das Kultusministerium in Dresden mit.

Ein neuer Maßnahmenplan sieht unter anderem vor, dass bis Ende Juni 2026 alle zuständigen Stellen in Sachsen Anträge digital entgegennehmen können.

Konkret sollen Zuständigkeiten gebündelt, landesrechtliche Vorgaben harmonisiert und die Berufsgesetze vereinheitlicht werden. Zudem sind mehr berufsbegleitende Qualifizierungsmaßnahmen geplant.

Kultusminister Conrad Clemens sagte, Sachsen profitiere von internationalen Fachkräften in vielen Bereichen, von der Mikroelektronik über Schulen bis zu Arztpraxen. Mit dem Plan werde Bürokratie abgebaut.

Hintergrund sind steigende Antragszahlen.

Im Jahr 2024 lagen den Behörden im Freistaat 2.707 Anträge auf Anerkennung vor, fast acht Prozent mehr als 2023. Die meisten Anträge betrafen die Berufe Pflegefachkraft (742), Arzt (479) und Lehrer (344). Die häufigsten Herkunftsländer der Abschlüsse waren die Ukraine, Syrien und Brasilien.

Der Maßnahmenplan setzt zugleich einen Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom Dezember 2025 um.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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