Nach Angriffen in Halle und Magdeburg: 30-Jähriger in Untersuchungshaft

Ein 30-jähriger Mann ist nach einer Serie von Straftaten in Halle und Magdeburg in Untersuchungshaft genommen worden. Das teilte die Bundespolizeiinspektion Magdeburg mit.

Der marokkanische Staatsangehörige soll am Samstagabend zunächst am Hauptbahnhof Halle einen 27-Jährigen am Hals gepackt und gewürgt haben. Zudem beleidigte er das Opfer und dessen 18-jährigen Begleiter mit ehrverletzenden Worten und vulgären Handbewegungen.

Eine Streife der Bundespolizei nahm den Vorfall auf und leitete ein Verfahren wegen Körperverletzung und Beleidigung ein. Die DB Sicherheit erteilte dem Mann ein einjähriges Hausverbot für den Hauptbahnhof Halle.

Nur wenige Stunden später, kurz nach Mitternacht, betrat der 30-Jährige den Personentunnel im Hauptbahnhof Magdeburg, nachdem er mit einem Zug aus Halle angereist war.

Dort schlug er willkürlich auf unbeteiligte Reisende ein. Ein 38-Jähriger konnte den Angreifer in der Haupthalle zu Boden bringen und bis zum Eintreffen der Bundespolizei fixieren.

Verletzt wurde durch die Angriffe niemand. Der Beschuldigte machte einen stark verwirrten Eindruck und schrie laut um sich.

Er wurde gefesselt und in die Räumlichkeiten der Bundespolizei gebracht, wobei er sich heftig widersetzte, sich fallen ließ und um sich trat. Die Beamten mussten ihn zur Wache tragen.

Bei der Festnahme biss der 30-Jährige eine Bundespolizistin leicht in den Finger.

Die Beamtin begab sich zum Arzt und ist weiterhin dienstfähig. Die Bundespolizei leitete unter anderem Verfahren wegen Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung, Widerstandes gegen und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ein.

Nach einer Vorführung beim Haftrichter am 18. Mai erließ dieser einen Untersuchungshaftbefehl wegen Fluchtgefahr. Der Festgenommene wurde in eine Justizvollzugsanstalt übergeben.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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