CDU-Präsidiumsmitglied Wiebke Winter fordert Bafög-Erhöhung und kritisiert geplante Elterngeld-Kürzung

Nachdem Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) die im Koalitionsvertrag von Schwarz-Rot vereinbarte Erhöhung des Bafög infrage gestellt hat, kommt Widerstand vom CDU-Präsidiumsmitglied Wiebke Winter. Die Bremer Fraktionsvorsitzende sagte dem „Focus“, die Bafög-Erhöhung müsse kommen.

In der Debatte gehe es um den Wohngeldzuschuss, der von 380 auf 440 Euro angehoben werden sollte. Die Wohnkosten seien massiv angestiegen – und zwar nicht nur in München oder Hamburg, sondern auch in Bremen. Für 380 Euro finde man kaum noch ein vernünftiges Zimmer, so Winter.

Weiter lehnt die CDU-Politikerin Kürzungen beim Elterngeld ab und argumentiert dabei mit den hohen Rentenausgaben. Das wäre ein völlig falsches Signal an die junge Generation, die bereit sei, viel zu leisten, um die Renten der Älteren zu sichern, sagte sie.

„Wir geben in den nächsten Jahren 120 Milliarden Euro für eine Rentenerhöhung aus, die sich insbesondere die SPD gewünscht hat. Beim Elterngeld geht es um lediglich 350 Millionen Euro im Jahr“, so Winter. Das Elterngeld habe eine enorme Bedeutung für Familien, insbesondere für gut qualifizierte Frauen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Dax fällt unter 25.000 Punkte: Geopolitische Entspannung verpufft teilweise

    Der Dax hat sich am Montag nach einem freundlichen Start bis zum Mittag weiter klar im grünen Bereich gehalten, ist aber wieder unter die Marke von 25.000 Punkten gerutscht. Gegen…

    Iran-Deal: Kiesewetter spricht von Desaster, Hardt begrüßt Einigung

    CDU-Sicherheitspolitiker Roderich Kiesewetter kritisiert den Iran-Deal scharf und spricht sich dafür aus, deutsche Minenräumboote in die Straße von Hormus zu schicken.„Der Deal ist ein Desaster, denn damit würde der Terror…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert