Fast jeder vierte Betrieb in Sachsen-Anhalt beschäftigt internationale Arbeitskräfte

Die Zahl der Betriebe in Sachsen-Anhalt, die ausländische Arbeitskräfte beschäftigen, hat sich seit 2015 mehr als verdoppelt. Das geht aus einer aktuellen Statistik der Bundesagentur für Arbeit hervor, die anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni veröffentlicht wurde.

Demnach beschäftigten im Juni 2025 rund 11.539 von insgesamt 50.871 Betrieben mindestens einen ausländischen Arbeitnehmer, was einem Anteil von 22,7 Prozent entspricht.

Im Vergleich zu 2015, als lediglich 4.778 Betriebe internationale Arbeitskräfte hatten, ist dies ein deutlicher Anstieg. Besonders dynamisch entwickelte sich die Entwicklung in den letzten fünf Jahren: Von 2020 bis 2025 stieg die Zahl der entsprechenden Betriebe um 43 Prozent.

Damit liegt Sachsen-Anhalt im Vergleich der ostdeutschen Bundesländer an der Spitze, noch vor Mecklenburg-Vorpommern (plus 42 Prozent) und Brandenburg (plus 41 Prozent). Bundesweit betrug der Anstieg im selben Zeitraum rund 16 Prozent.

Die Statistik zeigt auch, dass ausländische Staatsbürger zunehmend zur Stabilität des Arbeitsmarktes beitragen.

Während die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Deutschen von Juni 2024 auf Juni 2025 um 10.530 auf 719.870 sank, stieg die Zahl der beschäftigten Ausländer um 5.560 auf 68.420. Markus Behrens, Vorsitzender der Geschäftsführung der BA-Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen, betonte: „Der Arbeitsmarkt ist angesichts der demografischen Entwicklung zwingend auf Zuwanderung angewiesen. Umso erfreulicher ist es, dass die aktuellen Auswertungen zeigen, dass Sachsen-Anhalt auf einem guten Weg ist und immer mehr Betriebe ausländische Arbeitnehmende beschäftigen.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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