Die Bundespolizei hat am frühen Freitagmorgen eine 24-jährige Frau im Hauptbahnhof Halle (Saale) festgenommen, die per Vollstreckungshaftbefehl gesucht wurde. Die DB Sicherheit hatte die Beamten gegen 03:15 Uhr alarmiert, weil die Frau Hilfe benötigte.
Bei der Überprüfung ihrer Personalien stellte sich heraus, dass die tschechische Staatsangehörige von der Staatsanwaltschaft Halle (Saale) zur Festnahme ausgeschrieben war.
Das Amtsgericht Halle (Saale) hatte die Frau im August des vergangenen Jahres wegen Diebstahls geringwertiger Sachen zu einer Geldstrafe von 300 Euro verurteilt. Im Falle der Nichtzahlung war eine Ersatzfreiheitsstrafe von 20 Tagen Haft vorgesehen.
Die 24-Jährige kam dieser Aufforderung jedoch nicht nach und erschien auch nicht zu einem anberaumten Strafantritt. Daraufhin erließ die Staatsanwaltschaft im Juni den Vollstreckungshaftbefehl.
Im Bundespolizeirevier gab die Festgenommene an, die geforderten 300 Euro nicht aufbringen zu können.
Zudem räumte sie ein, Drogen konsumiert zu haben. Ein hinzugerufener Rettungswagen begutachtete die Frau medizinisch, stellte jedoch keine Notwendigkeit für eine weitere ärztliche Betreuung fest.
Da sie als gewahrsamsfähig eingestuft wurde, brachte eine Streife der Bundespolizei sie in eine Justizvollzugsanstalt, wo sie ihre zehntägige Haftstrafe antrat.
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