Hitzeschutz in Kliniken: Krankenhausgesellschaft wirft Ländern jahrelange Versäumnisse vor

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, kritisiert angesichts der Extremtemperaturen der vergangenen Tage zu geringe Investitionen der Länder in den Hitzeschutz von Krankenhäusern.

„Die aktuelle Hitzewelle macht schonungslos deutlich, welche Versäumnisse es bei den Investitionen in der Vergangenheit gegeben hat und dass unsere Krankenhäuser finanziell anders aufgestellt werden müssen“, sagte Gaß der „Rheinischen Post“ (Montag). Seit Jahrzehnten kämen die Länder ihrer Verpflichtung zur Investitionsfinanzierung nicht ausreichend nach. Zu der strukturellen Unterfinanzierung bei Investitionen und Betriebskosten komme nun auch noch das Sparpaket des Bundes, das vielen Kliniken endgültig die Luft zum Atmen nehme, beklagte der DKG-Chef.

Unter diesen Bedingungen könne kein Krankenhaus die dringend notwendigen Investitionen in die Klimatisierung von Patientenzimmern und weitere Maßnahmen zum Hitzeschutz aus eigener Kraft stemmen. „Wer Hitzeaktionspläne und den Kampf gegen den Klimawandel ernst meint, muss Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen endlich finanziell so ausstatten, dass sie Patienten schützen und ihren Beschäftigten auch bei extremer Hitze sichere Arbeitsbedingungen bieten können“, sagte Gaß.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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