Waldbrandgefahr in Deutschland: Verband der Waldeigentümer fordert aktiven Waldschutz und weniger Totholz

Angesichts zunehmender Waldbrände warnt der Verband der Waldeigentümer vor überzogenem Naturschutz. Präsident Andreas Bitter sagte der „Rheinischen Post“: „Naturschutz und ein einseitig ausgerichteter Klimaschutz dürfen nicht dazu führen, dass Biomassevorräte im Wald immer weiter angereichert werden und damit das Waldbrandrisiko steigt.“

Die Waldbrandgefahr in Deutschland steige weiter. Gleichzeitig müsse man berücksichtigen, dass sich durch Erntereste und Totholz in den Wäldern Biomasse anreichern könne und damit zusätzliches Brandmaterial entstehe, sagte Bitter. Problematisch sei das besonders in sich selbst überlassenen Wäldern und Schutzgebieten, wenn Waldpflege und Brandschutzmaßnahmen eingeschränkt seien.

Nötig sei ein aktiver Waldschutz, der Naturschutz, Klimaanpassung und Waldbrandprävention verbinde. Dazu gehöre eine forstliche Bewirtschaftung, die die Vitalität der Bestände fördere und dürre Bäume entnehme.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Waldbrandgefahr: Städte- und Gemeindebund fordert dauerhafte Finanzhilfen von Bund und Ländern für Feuerwehren und Prävention

    Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) fordert wegen der zunehmenden Waldbrandgefahr eine dauerhafte finanzielle Unterstützung der Kommunen durch Bund und Länder.DStGB-Präsident Ralph Spiegler sagte der „Rheinischen Post“: „Die Bedrohungslage durch…

    Pflegereform: Pflegeheimchef Wilhelm nennt Gesetzentwurf ein reines Spargesetz und fordert mehr Lebensqualität

    Die Bundesregierung will noch im Herbst eine Reform der Pflegeversicherung über die Bühne bringen. Die bislang bekannt gewordenen Pläne gingen allerdings vollständig an den Problemen im Pflegealltag vorbei, warnt Hans-Jürgen…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert