Rotkäppchen-Mumm warnt vor Schaumweinsteuer-Erhöhung: Soziale Ungerechtigkeit und wirtschaftlicher Schaden

Die Sektkellereien Rotkäppchen-Mumm warnen vor den Folgen der geplanten Erhöhung der Schaumweinsteuer.

Man hoffe, „dass diese mögliche Fehlentscheidung doch noch kritisch hinterfragt und überprüft wird“, sagte Chefin von Rotkäppchen-Mumm, Silvia Wiesner, „MDR Aktuell“. Die Steuererhöhung sei „sozial nicht gerecht“. Sie benachteilige „Menschen aus der Mitte der Gesellschaft“ und nicht jene, die sich Champagner leisten könnten. Zudem könne sie „relevanten wirtschaftlichen Schaden“ anrichten.

„Deshalb sprechen wir derzeit intensiv mit politischen Entscheidungsträgern, damit die Entscheidung wirklich auf einer fundierten und vollständigen Faktenbasis getroffen werden kann“, so Wiesner. „Dann wird klar, dass höhere Preise für Verbraucher zu niedrigeren Mengen und so auch zu rückläufigen Steuern führen.“

20 Prozent mehr Steuer auf eine Sektflasche würden laut Wiesner eine Erhöhung von 20 Cent pro Flasche zuzüglich Mehrwertsteuer bedeuten. „Mehr als 80 Prozent des Volumens, das man sich in Deutschland gemeinhin leisten kann, liegt bei einem Flaschenpreis unter 3,50 Euro“, fügte sie hinzu. „Da möchte auch der deutsche Verbraucher nicht drüber gehen, schon gar nicht in so angespannten wirtschaftlichen Zeiten. Und ich glaube, diese Art von sozialer Wirkung kann nicht gewünscht sein.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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