Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping hat ihre sechstägige Reise nach Südkorea als Erfolg für den Freistaat gewertet. Das teilte das Sächsische Sozialministerium am Montag mit.
Südkorea stehe vor ähnlichen Herausforderungen wie Sachsen und Deutschland, sagte Köpping: etwa der demografische Wandel – das Land hat mit 0,7 die niedrigste Geburtenrate weltweit – und der Fachkräftemangel.
Die Reise führte die Delegation unter anderem zur Fachmesse K-Hospital + Healthtech Fair nach Seoul, wo sich die Teilnehmer über digitale Transformation im Gesundheitswesen informierten.
Begleitet wurde die Ministerin von Führungskräften mehrerer sächsischer Krankenhäuser und Trägern von Pflegeeinrichtungen, Wohlfahrtsverbänden, berufsständischen Vertretungen sowie Mitgliedern des Landtagsausschusses für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. In Südkorea sei der Digitalisierungsgrad beeindruckend, betonte Köpping.
Digitalisierung, KI und Robotik würden selbstverständlicher eingesetzt als hierzulande. Zugleich seien viele dort gezeigte Softwarelösungen bereits in Deutschland im Einsatz.
Die Delegation besichtigte unter anderem das National Rehabilitation Center, ein Zentrum für Assistenztechnologien und Pflegeroboter, sowie das städtische Seoul Dongbu Senior Care Center.
In den Krankenhäusern Hallym University Sacred Heart Hospital und Samsung Medical Center informierte sich die Delegation über vernetzte Patientenüberwachung, Serviceroboter und papierlose Abläufe. Nach Ministeriumsangaben absolvierten 77 Serviceroboter im Hallym-Krankenhaus bereits mehr als 60.000 Einsätze, etwa in Logistik, Desinfektion und Pflege.
Im Samsung Medical Center habe die Robotik-Unterstützung die Fluktuationsrate beim Pflegepersonal deutlich gesenkt. Köpping nannte als Beispiel die vollautomatische Medikamentenlieferung per Roboter, die Fehler vermeide und Personal entlaste.
Südkorea zeige großes Interesse an sächsischen Lösungen, etwa bei der Gewinnung von Ärzten und Pflegekräften für ländliche Regionen. Sie habe die südkoreanische Krankenhausgesellschaft zu einem weiteren Austausch nach Sachsen eingeladen, so Köpping.
Foto: via dts Nachrichtenagentur

