Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hat einen 32-jährigen verurteilten Sexualstraftäter in die Republik Moldau ausgeliefert. Wie die Behörde am Montag mitteilte, war der moldauische Staatsangehörige am 24. Februar von Bundespolizisten auf einem Baumarkt-Parkplatz in Löbau festgenommen worden und befand sich seitdem in Auslieferungshaft.
Nach Angaben der Behörde hatte das Oberlandesgericht Dresden die Auslieferung am 17. Juni für zulässig erklärt.
Am 12. August wurde der Mann am Flughafen Frankfurt am Main an die moldauischen Behörden übergeben. Er war seit November 2025 per internationaler Fahndung über Interpol gesucht worden, nachdem er im Mai 2025 vor der Urteilsverkündung aus der Republik Moldau geflohen war und sich nach eigenen Angaben in Berlin untergetaucht hatte.
Das moldauische Gericht hatte den Mann am 27. Juni 2025 wegen Menschenhandels mit Kindern und Kinderpornografie zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren verurteilt.
Er soll zwischen Oktober 2018 und Januar 2019 zwei 14-Jährige mit Täuschungen und Drohungen zur Übersendung sexualbezogener Fotos gezwungen haben. Zudem soll er eine 14-Jährige zu sexuellen Handlungen gegen ihren Willen gebracht haben.
Auch nach deutschem Strafrecht wären die Taten als sexueller Missbrauch von Jugendlichen sowie Erwerb und Besitz kinder- und jugendpornografischer Inhalte strafbar.
Die Auslieferung erfolgte auf Grundlage des Europäischen Auslieferungsübereinkommens. Zugesichert wurde, dass der Verurteilte in der Republik Moldau unter Bedingungen inhaftiert wird, die den europäischen Mindeststandards für die Behandlung von Gefangenen entsprechen.
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