Deutscher Ethikrat begrüßt Bundestagsentscheidung zu Pränataltests und fordert bessere Beratung für Eltern

Der Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Helmut Frister, hat die Entscheidung des Bundestages zur Prüfung von vorgeburtlichen Tests begrüßt.

Der Deutsche Ethikrat habe sich bereits 2013 in seiner Stellungnahme zur Gendiagnostik mit nicht invasiven pränatalen Gentests befasst und dabei insbesondere auf das Risiko einer hohen Anzahl falsch positiver Ergebnisse und die Möglichkeit negativer Auswirkungen einer flächendeckenden Anwendung auf die Einstellung gegenüber Menschen mit Behinderung hingewiesen, sagte Frister der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe).

Vor diesem Hintergrund sei es zu begrüßen, dass der Deutsche Bundestag die Bundesregierung aufgefordert habe, die Auswirkungen des Gentests umfassend zu evaluieren. Im Ergebnis sollte es jedoch nicht um eine Beschneidung individueller Möglichkeiten, sondern darum gehen, den potentiellen Eltern durch bessere Beratung eine bewusstere und abgewogenere Entscheidung zu ermöglichen, so der Vorsitzende des Ethikrates.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    SPD-Landesvorsitzende in Baden-Württemberg und Bayern fordern Parteiausschluss von Gerhard Schröder nach Putin-Besuch

    Die SPD-Co-Vorsitzenden von Baden-Württemberg und Bayern, Robin Mesarosch und Sebastian Roloff, legen ihrer Partei einen Ausschluss von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder nach dessen Besuch der Geburtstagsfeier von Russlands Präsident Wladimir Putin…

    Grüne in Mecklenburg-Vorpommern stimmen für Koalitionsverhandlungen zu Rot-Rot-Grün

    Die Grünen in Mecklenburg-Vorpommern haben für Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer rot-rot-grünen Landesregierung gestimmt. Ein Kleiner Parteitag im Pentahotel in Rostock fasste am Samstag den entsprechenden Beschluss.Die Verhandlungen sollen am Montag…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert