Eine 20-jährige Frau hat sich am Freitag in Löbau Kunstblut an den Mund geschmiert und sich an einer Bushaltestelle hingelegt, um den Eindruck einer Notlage zu erwecken. Das teilte die Polizeidirektion Görlitz am Samstag mit.
Ein Passant verständigte die Polizei und einen Krankenwagen.
Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass die Frau stark alkoholisiert war. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,2 Promille.
Nachdem die Frau angegeben hatte, dass sie auf die Toilette müsse, wurde sie von einer Polizeibeamtin zu einem angrenzenden Einkaufsmarkt begleitet.
Dort entzündete sie in einer WC-Kabine mit einem Feuerzeug eine Rolle Toilettenpapier, wodurch diese beschädigt wurde. Ein Übergreifen des Feuers auf andere Gegenstände fand nicht statt.
Die 20-Jährige muss sich nun wegen Notrufmissbrauchs, versuchter schwerer Brandstiftung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte verantworten, erklärte die Polizei.
Foto: via dts Nachrichtenagentur

