Bundesnetzagentur: CDU schlägt Klaus Müller für zweite Amtszeit als Präsident vor

Die CDU will den derzeitigen Präsidenten der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, für eine zweite Amtszeit vorschlagen. Das berichtet der „Tagesspiegel Background“ aus Koalitionskreisen. Die CDU hat das Vorschlagsrecht bei der Ernennung des nächsten Präsidenten der Bundesnetzagentur. Ohne eine Verlängerung würde Müllers Amtszeit planmäßig Ende Februar 2027 enden.

Gewählt wird der Präsident der Bundesnetzagentur vom Beirat der Behörde, der aus Mitgliedern des Bundestages und des Bundesrates besteht. Dies gilt allerdings als Formalie. Die Aushandlung des Kandidaten findet bereits vorher statt. Die offizielle Wahl ist für den 23. November geplant. Ob Müller bereits als zu wählender Kandidat in der Einladung stehen wird, ist noch offen. Die Bundesregierung benennt dann den Präsidenten auf Vorschlag des Beirats – sie entscheidet also final und kann theoretisch auch ablehnen.

Dass das Grünen-Mitglied Müller eine zweite Amtszeit erhalten wird, hatte sich, wie der „Tagesspiegel Background“ berichtete, zuletzt abgezeichnet.

Müller hat die Behörde seit 2022 erfolgreich durch Energiekrise und Regulierungsreformen geführt und deutlich prominenter nach außen vertreten als seine Vorgänger. Auch die Zusammenarbeit mit Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) funktioniert dem Vernehmen nach reibungslos. Der studierte Volkswirt führte zuvor unter anderem den Verbraucherzentrale Bundesverband und den Verbraucherverband in NRW. Er war zudem Landesminister in Schleswig-Holstein und Bundestagsabgeordneter der Grünen. Ein vergleichbarer Kandidat oder eine vergleichbare Kandidatin drängte sich innerhalb der CDU nicht auf.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Nach FCAS-Aus: Pistorius plant Richtungsentscheidung für neuen Kampfjet im ersten Quartal 2027

    Nach dem Aus für den gemeinsamen Kampfjet im deutsch-französischen FCAS-Projekt kündigt Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) eine Richtungsentscheidung über eine Alternativlösung für Deutschland bis Ende März 2027 an.Dass Deutschland selbst den…

    Berlin: Giffey warnt vor Kreditausfällen und Finanzierungsproblemen durch Vergesellschaftungspläne

    Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) warnt vor den mutmaßlichen wirtschaftlichen Folgen der rot-grün-roten Vergesellschaftungspläne für die Hauptstadt. Mehrere Banken gäben gerade keine Kredite für Investitionsprojekte in Berlin, insbesondere im Wohnungsmarkt,…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert