Die Hamburger Polizei hat in der Nacht zum Samstag bei einem Schwerpunkteinsatz der Soko Kinesis offenbar ein führendes Mitglied der Hells Angels festgenommen. Das berichtet der NDR. Der Einsatz richtete sich demnach gezielt gegen den illegalen Waffenbesitz in der Stadt, nachdem es seit dem Sommer vermehrt zu Schüssen gekommen war.
Zivilfahnder, Schutzpolizei und Zoll kontrollierten in der Innenstadt, der HafenCity und auf St. Pauli Fahrzeuge und nahmen mehrere Männer fest. In der Bugenhagenstraße stoppten die Beamten mehrere schwarze Luxusautos und fanden laut NDR bei einem der Insassen, einem führenden Mitglied der Hells Angels, eine scharfe Schusswaffe. Zudem entdeckten sie in den Fahrzeugen eine große Menge Bargeld, dessen genaue Summe noch nicht bekannt ist. Insgesamt wurden dort fünf Männer festgenommen.
Die Polizei setzte die Kontrollen in der HafenCity und auf der Reeperbahn fort, wo weitere Männer festgenommen wurden. Auch bei diesen fanden die Einsatzkräfte Waffen und Bargeld. Die Polizei erklärte, die Kontrollen seien im Zusammenhang mit den jüngsten Gewalttaten erfolgt, um Erkenntnisse über die Beteiligten und ihre Netzwerke zu gewinnen. Hintergrund des Einsatzes sei eine auffällige Häufung von Schüssen in Hamburg seit dem Sommer, bei denen es bereits mehrere Verletzte und Tote gab.
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