Alexander Schweitzer zum SPD-Manifest: Keine Kritik an Parteiführung, sondern Diskussionsbeitrag

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer sieht in dem von SPD-Mitgliedern verfassten „Manifest“ für eine neue Außenpolitik keinen Angriff auf die Parteiführung.

„Ich lese das Manifest nicht als Kritik an der Bundesregierung oder der SPD-Parteispitze“, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagsausgaben). „In meiner Partei ist selbstverständlich Raum für unterschiedliche Meinungen, und gerade über Positionen zu Krieg und Frieden muss immer wieder diskutiert werden.“

Die Verfasser des Grundsatzpapiers warnen vor den Folgen milliardenschwerer Aufrüstung und fordern eine Annäherung an Russland. Schweitzer sagte, es brauche beides: „Friedensinitiativen und Rüstungsanstrengungen, damit man nicht aus einer Position der Schwäche verhandeln muss und Putin klarmacht: Deutschland und Europa lassen sich weder einschüchtern noch auseinanderdividieren. Über den richtigen Weg zum Frieden kann man dabei verschiedener Meinung sein, beim Ziel sind wir uns einig.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Raffineriestrategie: SPD-Energiepolitikerin Nina Scheer warnt vor Verlängerung fossiler Abhängigkeit

    Die energiepolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Nina Scheer, hat davor gewarnt, mit der geplanten Raffineriestrategie die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verlängern. „Es darf mit einer Raffinieriestrateige zu keiner verstetigten Abhängigkeit…

    Raffineriestrategie: Grüne werfen Wirtschaftsministerin Reiche „Laufzeitverlängerung für Öl“ vor

    Die Grünen kritisieren die Pläne von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) zum Erhalt der Raffinerien in Deutschland als Verlängerung fossiler Geschäftsmodelle.Die Raffineriestrategie von Reiche wirke wie der Versuch, eine „Laufzeitverlängerung für…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert