IG Metall: Wohnungsnot erschwert Berufseinstieg für Auszubildende und Studierende

Die IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt warnt vor den Folgen der Wohnungsnot für junge Menschen. Auszubildende und Studierende stünden in vielen Städten vor existenziellen Herausforderungen, weil bezahlbarer Wohnraum kaum noch verfügbar ist, teilte die Gewerkschaft am Mittwoch mit.

Betroffen seien unter anderem Hannover, Göttingen, Braunschweig, Osnabrück und Magdeburg, wo die Mieten teils mehr als die Hälfte des Einkommens verschlingen.

Laut der Gewerkschaft seien Fälle wie der eines 19-Jährigen, der täglich zwei Stunden pendelt, oder einer 21-jährigen Auszubildenden, die nebenbei jobben muss, um ihre WG-Miete zu zahlen, keine Seltenheit.

Die durchschnittliche Ausbildungsvergütung von 1.133 Euro brutto reiche oft nicht aus, um die Lebenshaltungskosten zu decken. Die IG Metall sieht darin eine Gefahr für die Fachkräftegewinnung.

Die Gewerkschaft fordert von der Landes- und Kommunalpolitik Maßnahmen wie Mietobergrenzen, den Ausbau von Wohnheimen und gezielte Unterstützung für junge Menschen mit geringem Einkommen.

„Wer Arbeitskräfte will, muss ihnen auch Wohnraum bieten können“, sagte IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger. Die Wohnungsnot gefährde nicht nur individuelle Bildungschancen, sondern auch die wirtschaftliche Entwicklung der Region.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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