Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen in Sachsen-Anhalt ist in den letzten zehn Jahren um 1.000 auf 8.300 gesunken. Allerdings hat sich der Anteil der Jugendlichen ohne Berufsabschluss deutlich erhöht.
Waren es vor zehn Jahren noch etwa die Hälfte, lag der Anteil 2024 bei 78 Prozent. Ein Grund dafür ist die gestiegene Zahl ausländischer Jugendlicher ohne abgeschlossene Ausbildung, teilte die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit am Freitag mit.
Markus Behrens, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion, betont die Bedeutung von Ausbildung: „Denn ein beruflicher Abschluss ist und bleibt die entscheidende Grundlage für individuelle Chancen am Arbeitsmarkt .“
Trotz rückläufiger Bewerberzahlen um 32 Prozent in den letzten zehn Jahren ist das Ausbildungsplatzangebot leicht gestiegen. 2024 standen 13.000 Lehrstellen zur Verfügung, 500 mehr als 2014.
Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) verwies auf die demografische Herausforderung: „Auf zwei Beschäftigte, die in den Ruhestand gehen, folgt derzeit nur eine junge Arbeitskraft nach.“
Das Land setzt auf Programme wie BRAFO zur Berufsorientierung und eine Ausbildungskampagne für migrantische Jugendliche. Seit 2013 gibt es zudem die bundesweite Initiative „Erstausbildung junger Erwachsener“, die gezielt Jugendliche ohne Abschluss fördert.
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