Die Fraktion Die Linke im Landtag von Sachsen-Anhalt hat sich für eine Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen außerhalb des Strafrechts ausgesprochen. Fraktionsvorsitzende Eva von Angern sagte am Donnerstag, dass keine Frau die Entscheidung für einen Abbruch leichtfertig treffe und viele die Folgen lebenslang als schwere Last trügen.
Laut Angern zeigen Studien, dass Frauen bei Schwangerschaftsabbrüchen mit vielfältigen Barrieren konfrontiert seien, darunter finanzielle Hürden von bis zu 600 Euro sowie zeitliche und organisatorische Probleme.
Die Linke fordert die Übernahme der Kosten durch gesetzliche Krankenkassen und den Ausbau von Unterstützungsstrukturen wie Beratungsstellen, frühen Hilfen und Kinderbetreuung.
Von Angern sagte, dass es statt moralischer Appelle praktische Unterstützung für Schwangere in Not brauche. Anonyme Geburten, Babyklappen und Adoptionsmöglichkeiten müssten erhalten bleiben.
Zudem forderte sie eine vollständige Förderung der Beratungsstellen durch das Land statt der aktuellen 80-prozentigen Unterstützung.
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