Linke kritisiert Pandemiebericht wegen fehlender Kinderbelange in Sachsen-Anhalt

Die Fraktion Die Linke hat den Abschlussbericht der Regierungskommission zur Pandemievorsorge in Sachsen-Anhalt scharf kritisiert. Die kinder- und jugendpolitische Sprecherin Nicole Anger teilte am Donnerstag mit, der Bericht ignoriere die Bedürfnisse junger Menschen vollständig und bleibe zu Themen wie psychischer Gesundheit oder Kindeswohl auffällig stumm.

Laut Anger zeigen aktuelle Daten der HBSC-Studie von 2022 gravierende Folgen: Über 30 Prozent der 11- bis 15-Jährigen hätten Einschlafprobleme, zudem seien Einsamkeit, Angststörungen und Mobbingfälle gestiegen.

Die Kommunikation mit Eltern, besonders bei Mädchen, habe abgenommen. Diese Entwicklung spiegle sich auch in steigenden Kindeswohlgefährdungen und explodierenden Kosten in den Hilfen zur Erziehung wider.

Die Linke fordert deshalb eine konsequente Politik für Kinder und Jugendliche, die aus den Fehlern der Pandemie lernt und präventive Maßnahmen umsetzt.

Anger warf der Kommission vor, wichtige Akteure aus Kitas und Jugendhilfe nicht einbezogen zu haben und damit politische Untätigkeit zu demonstrieren.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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