Ein 43-jähriger Bauunternehmer aus Freiberg ist wegen des Vorenthaltens von Sozialversicherungsbeiträgen, Betrugs und Steuerhinterziehung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten verurteilt worden. Das Amtsgericht Chemnitz hat die Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt, wie das Hauptzollamt Erfurt mitteilte.
Der Mann muss zudem 100 Arbeitsstunden ableisten und sich drei Jahre lang bewähren.
Dem Unternehmer wurde nachgewiesen, dass er zwischen 2017 und 2020 mehrere Arbeitnehmer schwarz beschäftigte, indem er sie nicht oder nur teilweise bei der Sozialversicherung anmeldete. Durch diese Praxis entstand ein Schaden von rund 972.000 Euro.
Zur Verschleierung der Schwarzarbeit nutzte der Verurteilte Abdeckrechnungen von Servicefirmen.
Die Ermittlungen waren durch eine Betriebsprüfung des Zolls in Freiberg eingeleitet worden, bei der Unregelmäßigkeiten in der Buchführung der Baufirma aufgefallen waren. Der Unternehmer hat sich vor Gericht vollumfänglich geständig gezeigt.
Das Gericht ordnete neben der Strafe auch die Einziehung von Wertersatz in Höhe des entstandenen Schadens an.
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