Waldzustand in Sachsen weiterhin kritisch

Der Zustand der sächsischen Wälder hat sich im vergangenen Jahr nur minimal verbessert. Das teilte Forstminister Georg-Ludwig von Breitenbuch am Mittwoch bei der Vorstellung des Waldzustandsberichts 2025 im Wildgehege Moritzburg mit.

Demnach weisen 35 Prozent der Bäume deutliche Schäden auf, lediglich 25 Prozent sind gesund. Der Kronenzustand der Hauptbaumarten habe sich insgesamt noch nicht wesentlich erholt.

Ein Hoffnungsschimmer sei der stark zurückgegangene Borkenkäferbefall, der erstmals seit 2018 wieder auf Vorkrisenniveau liege, so der Minister.

Dies habe auch zu einer deutlich geringeren Menge an Schadholz geführt. Landesforstpräsident Utz Hempfling betonte, die Ergebnisse zeigten, wie wichtig der Umbau zu klimastabilen Wäldern sei.

Anhaltende Sorge bereite das hohe Waldbrandrisiko infolge von Niederschlagsdefiziten, wie der Großbrand in der Gohrischheide gezeigt habe.

Besonders betroffen ist weiterhin die Fichte: 71 Prozent aller untersuchten Bäume dieser Art sind geschädigt, der mittlere Nadelverlust liegt bei 24,5 Prozent. Auch bei Kiefer und Eiche bleibt die Situation angespannt.

Ursache für die hohen Schadenswerte sind vor allem die trockene und warme Witterung der vergangenen Jahre.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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