DRF-Luftrettungschef fordert Böllerverbot zu Silvester wegen Gefahr für Rettungskräfte

Krystian Pracz, Chef der DRF Luftrettung, hat sich für ein Böllerverbot in der Silvesternacht ausgesprochen. „Ein Böllerverbot ist richtig“, sagte Pracz den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). „Die Verletzungsmuster sind jedes Jahr sehr schwer. Außerdem werden immer wieder auch Feuerwerkskörper gegen Einsatzkräfte gerichtet.“

Zwar könnten nachts ohnehin nur knapp 20 der über 80 Luftrettungsstationen überhaupt fliegen. „In einigen Regionen wie Berlin oder München könnte es dadurch theoretisch zu Kollisionen mit Feuerwerk kommen“, sagte der Chef von Deutschlands zweitgrößter Luftrettungsorganisation.

Ernsthafte Zwischenfälle seien in den vergangenen Jahren aber nicht dokumentiert worden. Auch seien ihm keine Fälle bekannt, in denen DRF-Hubschrauber gezielt und wissentlich mit Feuerwerkskörpern beschossen worden seien. „Es gibt andere Vorfälle, die über das Jahr hinweg vorkommen, zum Beispiel das Blenden von Piloten mit Laserpointern“, sagte Pracz.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Zupke: Gesetzentwurf für DDR-Zwangsdoping-Opfer noch dieses Jahr nötig

    Die SED-Opferbeauftragte des Bundestags, Evelyn Zupke, fordert eine dauerhafte finanzielle Unterstützung für Opfer des DDR-Zwangsdopings. „Dabei geht es um Menschen, die als Minderjährige vom Staat für den Leistungssport missbraucht wurden…

    Fünf Jahre nach Taliban-Machtübernahme: Menschenrechtler dokumentieren Tausende Fälle öffentlicher Auspeitschungen in Afghanistan

    Fünf Jahre nach der erneuten Machtübernahme der Taliban haben afghanische Menschenrechtler Tausende Fälle öffentlicher Auspeitschungen in Afghanistan dokumentiert.Zwischen dem 22. Februar 2022 und dem 21. April 2026 seien mindestens 2.745…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert