Die sächsische Linke hat die laut IG Metall geplanten Stellenstreichungen beim Automobilzulieferer IAV in Stollberg scharf kritisiert. Der Landesvorsitzende Marco Böhme teilte am Dienstag mit, dass die Pläne aus seiner Sicht ein Wortbruch gegenüber der Belegschaft seien.
Die Beschäftigten hätten in der Vergangenheit bereits durch Lohnverzicht und Arbeitszeitverkürzungen zum Erhalt des Standorts beigetragen.
Böhme kritisierte, dass die Belegschaft nun über ausgesetzte Lohnsteigerungen und weitere Arbeitszeitabsenkungen den geplanten Personalabbau selbst finanzieren solle. Dies sei ein inakzeptabler Griff in die Taschen der Mitarbeiter, während Managementfehler eingestanden würden.
Die Linke unterstütze die Forderungen der IG Metall Chemnitz und der Beschäftigten vor Ort.
Frank Dittrich, Kreisvorsitzender der Linken in Zwickau, forderte den Mutterkonzern Volkswagen auf, sich seiner Verantwortung für den Standort Stollberg nicht zu entziehen. Die Partei kündigte an, den Konflikt in den Sächsischen Landtag zu tragen und die Staatsregierung in die Pflicht zu nehmen.
Es gehe um hunderte hochwertige Industriearbeitsplätze und die Zukunft der gesamten Region.
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