Sachsen will Zahl der Ausbildungsberufe reduzieren

Die sächsische Staatsregierung hat eine Bundesratsinitiative zur Reduzierung der anerkannten Ausbildungsberufe auf den Weg gebracht. Das Kabinett beschloss am Mittwoch, den Bund zu einem Gesetzgebungsverfahren aufzufordern, das die derzeit 328 anerkannten Berufe sowie deren zahlreiche Fachrichtungen und Schwerpunkte in der dualen Berufsausbildung straffen soll.

Die Initiative wird am 8. Mai in den Bundesrat eingebracht, teilte das Kultusministerium mit.

Kultusminister Conrad Clemens (CDU) begründete den Vorstoß mit der zunehmenden Unübersichtlichkeit des Angebots. „Bei der Wahl einer Ausbildung werden viele Jugendliche von der Angebotsvielfalt erschlagen“, sagte er. „Wir wollen deshalb den Angebots-Dschungel lichten.“ Durch die Straffung solle Jugendlichen mehr Orientierung gegeben und gleichzeitig eine effizientere Beschulung in den Berufsschulen ermöglicht werden.

Der sächsische Landesausschuss für Berufsbildung hatte bereits 2019 in einem Positionspapier gefordert, die Vielzahl der Berufe und Spezialisierungen zu Berufsgruppen zusammenzufassen und Kernberufe mit offenen und dynamischen Berufsbildern zu schaffen. Auch der Koalitionsvertrag der Bundesregierung sehe vor, die Aus- und Fortbildungsordnungen regelmäßig zu überprüfen und anzupassen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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