Entwicklungsministerin Alabali Radovan will strategische Allianzen mit Golfstaaten und feministische Entwicklungspolitik

Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) will „strategische Allianzen“ mit Golfstaaten eingehen. „Es geht um punktuelle Zusammenarbeit entlang gemeinsamer Interessen, etwa beim Wiederaufbau in Gaza oder auch in Syrien“, sagte sie der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitagausgabe).

Man müsse mit allen ins Gespräch kommen, die sich in der Entwicklungszusammenarbeit einsetzten, so Alabali Radovan. „Alles andere wäre ein strategischer Fehler.“ Insgesamt sollten deutsche Interessen klarer benannt werden.

Dennoch sagte die Entwicklungsministerin, dass eine wertegeleitete Entwicklungspolitik auch von dieser Regierung weiter vorangetrieben werde. „Die Entwicklungszusammenarbeit muss feministisch bleiben. Viele reiben sich an der Begrifflichkeit, aber mir geht es um das, was drinsteckt: Wenn es darum geht, Frauen und Mädchen vor Gewalt zu schützen, treffe ich niemanden, der sagt, das sei falsch“, erklärte die SPD-Politikerin.

Sie will angesichts nationaler und internationaler Budgetkürzungen die Entwicklungszusammenarbeit mit der EU und weiteren Partnern stärken. „Als Bundesregierung senden wir ein klares Signal: Deutschland bleibt verlässlicher Partner und steht zur regelbasierten Weltordnung“, sagte Alabali Radovan. „Aber klar ist auch: Wir können den Rückzug der USA nicht kompensieren – weder allein noch als EU.“ Ihre Reformvorhaben seien auf die Welt im Umbruch eine passende Antwort. „Die Einschnitte sind hart, aber notwendig“, sagte Alabali Radovan.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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