Debatte um Blitzer-Apps: Fußgängerverband fordert Verbot wegen Gefahr für Menschenleben

In der Debatte um ein Verbot von Blitzer-Warn-Apps schalten sich jetzt auch die Fußgänger ein.

Solche Apps würden „von Leuten benutzt, die sich bei gefährlicher und verbotener Raserei nicht erwischen lassen wollen“, sagte Roland Stimpel, Vorstandsmitglied des Fachverbands Fußverkehr, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Besonders für Fußgänger stellten die Warner eine Gefahr dar: „Sie sind so pervers, als gäbe es Warn-Apps für Ladendiebe vor Kaufhausdetektiven oder für Einbrecher, wenn sich die Polizei nähert.“

Hintergrund ist ein Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Reform des Straßenverkehrsgesetzes insgesamt. Der Bundesrat sprach sich in einer Stellungnahme unter anderem für ein gänzliches Verbot der Warn-Apps aus. Union und SPD lehnen das aber mit der Begründung ab, dass die Nutzung dieser Dienste während der Fahrt bereits nach geltendem Recht untersagt sei.

Stimpel verwies auf die vielen Toten und Verletzten. „200 Menschen starben 2024 auf Deutschlands Straßen, weil Fahrer nachweislich Tempolimits missachteten. 3.486 Personen wurden dadurch verletzt“, sagte er dem RND.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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