DGIM fordert mehr Forschung zur Frauengesundheit und kritisiert männlich geprägte Studien

Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) erhöht den Druck auf die Bundesregierung, die Frauengesundheit zu fördern.

„Bei der geschlechtssensiblen Ausrichtung der Medizin stehen wir in der Forschung in vielen Bereichen noch am Anfang“, sagte Dagmar Führer-Sakel, Präsidentin der DGIM, der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe). „Dies gilt insbesondere für hormonelle und molekulare Grundlagen – hier bewegen wir uns gewissermaßen noch im Mittelalter.“ Grund dafür sei auch die Studienlage. „Studien werden überwiegend an männlichen Probanden durchgeführt. Die daraus gewonnenen Ergebnisse werden anschließend häufig ohne weitere Differenzierung auf den weiblichen Organismus übertragen“, so Führer-Sakel.

Geschlechtssensible Medizin beachtet die Unterschiede zwischen den Körpern von Männern und Frauen. Die Bundesregierung will die Forschung fördern, das hatten sowohl Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) als auch Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) angekündigt. Genauere Pläne stehen aber noch aus.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Übergewinnsteuer bei Spritpreisen: Union und SPD uneins über Abschöpfung von Mineralölkonzernen

    Vertreter von Union und SPD sind sich uneins über die Abschöpfung von Übergewinnen in der Mineralölbranche als Antwort auf steigende Sprit- und Ölpreise.„Steuerliche Eingriffe müssen gut begründet und rechtssicher ausgestaltet…

    Studie: Iraner in Deutschland mit hoher Arbeitsmarktintegration und Gehältern

    Iranische Staatsangehörige sind in Deutschland überdurchschnittlich gut in den Arbeitsmarkt integriert. Das zeigt eine neue Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln (IW), über die die Zeitungen der…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert