Streeck: Pauschales Social-Media-Verbot allein löst Problem nicht

Der Sucht- und Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck, (CDU), zweifelt am Erfolg eines pauschalen Social-Media-Verbots. „Wir brauchen ein evidenzbasiertes Gesamtpaket: mehr Medienkompetenz, verbindliche Altersregeln, klare Verantwortung der Plattformen und Schutzmechanismen gegen suchtfördernde Designs“, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete dem Focus. „Ein pauschales Social-Media-Verbot allein wird das Problem aber nicht lösen.“

Der Virologe warnt vor den negativen Konsequenzen von sozialen Netzwerken. „Studien zeigen, dass bereits jedes vierte Kind ein problematisches oder riskantes Mediennutzungsverhalten entwickelt. Das liegt nicht nur am individuellen Umgang, sondern auch an Plattformstrukturen“, so Streeck.

Mit Blick auf das SPD-Konzept für ein Social-Media-Verbot bis zum Alter von 14 Jahren sagte er weiter: „Deshalb unterstütze ich parteiübergreifend jede Initiative, die den Kinder- und Jugendschutz im digitalen Raum stärkt – auch die aktuelle Debatte.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Frauenanteil in Länderparlamenten steigt leicht auf 33,4 Prozent

    Frauen machen in den Parlamenten in Deutschland etwa ein Drittel der Abgeordneten aus. In den Parlamenten der Bundesländer stellten Frauen zum Stichtag 1. September 2026 im Schnitt 33,4 Prozent der…

    Ökonom: Russlands Kriegsausgaben laufen aus dem Ruder

    Russlands Ausgaben für Rüstung und Armee sind trotz Sparvorgaben im Jahr 2026 bislang ungebremst gestiegen. Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf eine aktuelle Auswertung des „Russian Budget Monitors“ von…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert