Studie zeigt: Mehrwertsteuersenkung kommt bei Restaurantgästen kaum an

Zwei Monate nach Senkung der Mehrwertsteuer für Restaurants von 19 auf sieben Prozent kommt die Entlastung bei Verbrauchern kaum an. Das zeigt eine Datenanalyse des „Tagesspiegels“, der „Stuttgarter Zeitung“ und der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Die drei Redaktionen haben gemeinsam Bestelldaten des Zahlungsdienstleisters Orderbird vom 1. Oktober 2025 bis 25. Februar 2026 ausgewertet und zusätzlich Speisekarten auf Google Maps verglichen.

Demnach haben von 2.749 untersuchten Restaurants in der bundesweiten Stichprobe nur neun Prozent ihre Preise gesenkt, 17 Prozent erhöhten sie. Eine deutliche Mehrheit (74 Prozent) veränderte die Preise seit Inkrafttreten des neuen Steuersatzes für Vor-Ort-Essen in Restaurants nicht. Eine zusätzliche Auswertung von 190 online verfügbaren Speisekarten ergab ähnliche Werte.

In Berlin senkten nur 13 Prozent der 346 analysierten Restaurants die Preise. Lediglich acht Lokale – zwei Prozent – geben die Steuersenkung mindestens zur Hälfte an Kunden weiter. 68 Prozent der Berliner Betriebe in der Stichprobe ließen die Preise unverändert, 19 Prozent erhöhten sie.

Gastronomen begründen das mit gestiegenen Kosten etwa für Personal und Lebensmittel. Die Mehrwertsteuersenkung diene daher „Preisstabilität“ statt weiterer Erhöhungen, so betroffene Betriebe.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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