Irankrieg und Weltwirtschaft: US-Experte sieht vorerst keine Gefahr für Ölmarkt und Konjunktur

Der US-Handelsexperte Adam Posen sieht im Irankrieg vorerst keine Gefahr für die Weltwirtschaft. „Seit der Suezkrise von 1956 neigen Beobachter dazu, die Bedeutung der Politik im Nahen Osten und der Störungen auf dem Ölmarkt für die Weltwirtschaft zu überschätzen“, schreibt Posen in einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“. Er ist Präsident des Peterson Institute for International Economics in Washington, DC.

Kriege, die nicht lange dauerten und geografisch begrenzt seien, änderten nichts an den Fundamentaldaten. „Energie ist keine seltene Ressource mit einer einzigen Quelle; geografische Engpässe können beseitigt werden“, so Posen. Die Straße von Hormus sei zwar ein Engpass – aber: „Je mehr der Iran unternimmt, um die Störung zu verlängern, desto mehr schadet er seiner eigenen Wirtschaft und physischen Sicherheit“, schreibt Posen.

Beängstigende Szenarien erwartet der Ökonom dagegen unter anderem, wenn es dem Iran gelingen sollte, einen US-Flugzeugträger im Persischen Golf erheblich zu beschädigen. „Dies hätte Auswirkungen auf die Streitkräftestruktur und die glaubwürdige Abschreckung gegenüber Taiwan und allen Machtbereichen der USA“, ist Posen überzeugt.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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