USA verlängern Sanktionsausnahme für Rosneft Deutschland – Versorgungssicherheit für Raffinerie Schwedt gestärkt

Die USA nehmen die deutsche Tochter des russischen Ölkonzerns Rosneft von Sanktionen aus. Das teilte das US-Finanzministerium am Donnerstag mit.

Die neue Genehmigung ersetzt eine vorherige, die am 29. April auslaufen sollte. Diese Verlängerung der bestehenden US-Sanktionen soll das Risiko von Störungen in den deutschen Raffineriebetrieben reduzieren, insbesondere in einer Zeit, in der der eskalierende Konflikt im Nahen Osten die globalen Energiemärkte verunsichert.

Deutschland hatte die Rosneft-Tochter 2022 nach dem russischen Angriff auf die Ukraine unter Treuhandverwaltung gestellt. Zu den Vermögenswerten gehört auch eine Beteiligung an der PCK-Raffinerie in Schwedt, einem wichtigen Kraftstofflieferanten für die Hauptstadtregion.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sagte, die Entscheidung der US-Behörden sei ein „starkes Signal für den engen transatlantischen Schulterschluss in der Sanktionspolitik“. Für die PCK-Raffinerie in Schwedt und die gesamte Region habe „diese Klarheit eine herausragende Bedeutung“. Der Standort sei ein industrieller Kern und Arbeitgeber für Tausende Menschen. Planungssicherheit für den Betrieb von Rosneft Deutschland sei daher ein wichtiger Beitrag zur Versorgungssicherheit und zur wirtschaftlichen Stabilität der Region.

Die Verlängerung der General License wurde durch die Anordnung einer Treuhandverwaltung über die deutschen Rosneft-Töchter auf einer neuen Rechtsgrundlage im Außenwirtschaftsgesetz ermöglicht. Die Treuhandverwaltung ist zeitlich an die Dauer der EU-Sanktionen geknüpft und bietet damit eine langfristige Perspektive und Planungssicherheit.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    CDU-Wirtschaftsrat fordert schnelle Umsetzung des Bundesgesetzes zu Vergesellschaftungen – Steiger warnt vor Unsicherheit

    Der Wirtschaftsrat der CDU fordert die Bundesregierung auf, das Gesetz gegen mögliche Vergesellschaftungen zeitnah zu verabschieden. „Das Gesetz muss unverzüglich auf den Weg gebracht werden“, sagte Wirtschaftsrat-Generalsekretär Wolfgang Steiger der…

    Verfassungsrechtler Kingreen sieht Dobrindts Investitionsschutzgesetz auf „glattem Eis“

    Der Regensburger Rechtsprofessor Thorsten Kingreen hat erhebliche Zweifel an dem von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) geplanten Investitionsschutzgesetz, das hohe Hürden für die Vergesellschaftung von Wohnungskonzernen vorsieht. „Das ist verfassungsrechtlich ziemlich…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert