Staatsanwaltschaften in Sachsen-Anhalt verzeichnen leichten Verfahrensrückgang

Die Staatsanwaltschaften in Sachsen-Anhalt haben im vergangenen Jahr weniger neue Ermittlungsverfahren bearbeitet. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Naumburg in ihrer Jahresbilanz mit.

Demnach gingen 2025 insgesamt 259.492 Verfahren ein, das sind 2,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Die sogenannte Aufklärungsquote stieg leicht auf 58,0 Prozent an.

Die Bearbeitungsdauer der Verfahren blieb mit durchschnittlich 1,8 Monaten konstant.

Gegen 9.889 Beschuldigte wurde Anklage erhoben, gegen 13.103 wurden Strafbefehle beantragt. Allerdings stieg die Zahl der offenen Verfahren um fünf Prozent auf 24.407 an, was nach Angaben der Behörde auch auf einen rückläufigen Personalbestand zurückzuführen ist.

Die Zahl der Staats- und Amtsanwälte sank um 4,4 Prozent auf 238.

In einigen Deliktsbereichen gab es deutliche Veränderungen: Während die Verfahren wegen Betäubungsmittelkriminalität um 18,1 Prozent zurückgingen, nahmen Wohnungseinbruchdiebstähle um 14,7 Prozent und rechtsextremistische Straftaten um 8,4 Prozent zu. Die Generalstaatsanwältin Heike Geyer dankte den Mitarbeitern für ihre Arbeit und betonte, dass rechtsextremistisch motivierte Straftaten weiterhin besondere Aufmerksamkeit erforderten.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Energiekosten treiben die Preise in Sachsen-Anhalt

    Die Verbraucherpreise in Sachsen-Anhalt sind im April um 3,1 Prozent zum Vorjahr gestiegen. Das hat das Statistische Landesamt am Mittwoch mitgeteilt. Der Verbraucherpreisindex erreichte einen Stand von 127,3 Punkten (Basis…

    Einbruch in Fleischerei in Beetzendorf

    In der Nacht zum Dienstag ist in eine Fleischerei in Beetzendorf eingebrochen worden. Wie die Polizei mitteilte, verschafften sich unbekannte Täter zwischen 22:00 Uhr am Montagabend und 06:00 Uhr am…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert