Volker Wissing distanziert sich deutlich vom aktuellen FDP-Kurs und schließt Rückkehr aus

Der ehemalige Bundesverkehrsminister und frühere FDP-Generalsekretär Volker Wissing hat sich deutlich vom aktuellen Kurs seiner Partei distanziert. „Die FDP hat ja eine Reihe von Entscheidungen getroffen, die sie auch hätte anders treffen können. Und damit muss sie sich nun einem Wählervotum stellen“, sagte Wissing dem Magazin Politico. Dass er mit zentralen Entscheidungen nicht einverstanden war, „war ja nicht zu übersehen“.

Eine Rückkehr an die Parteispitze schloss Wissing aus. Auf die Frage, ob er die FDP übernehmen würde, sagte er: „Ich bin nicht mehr Mitglied der FDP und habe auch die jüngsten Entscheidungen und auch die inhaltliche Ausrichtung der FDP nicht mitverantwortet.“ Die Verantwortung liege bei denen, „die die FDP so ausgerichtet haben“. „Das ist nicht meine Sache.“ Zum Zustand der Partei sagte Wissing, über ihre Zukunft entschieden die Wähler. Zugleich sieht er weiterhin Raum für liberale Politik: „Es ist ein großer Bedarf nach Liberalität.“

Mit Blick auf Rheinland-Pfalz bedauerte Wissing das Ende der Berliner Ampel. „Das ist ein sehr schlechtes Signal, wenn demokratische Parteien der Mitte nicht mehr in der Lage sind, Kompromisse miteinander auszuhandeln.“ Der rheinland-pfälzische SPD-Spitzenkandidat Alexander Schweizer sei „eine integre Persönlichkeit“ mit „enorm viel politischer Erfahrung“.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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