Diskussion um Ehegattenmitversicherung gewinnt an Dynamik

Der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), Josef Hecken, befürwortet eine Abschaffung der beitragsfreien Familienversicherung für Ehepartner.

„Ich persönlich würde mich einer Diskussion über die Sinnhaftigkeit einer beitragsfreien Ehegattenmitversicherung stellen“, sagte Hecken dem Nachrichtenmagazin Politico. Er halte es für zumutbar, dass von einem nicht erwerbstätigen Ehegatten „mindestens der Mindestbeitrag bezahlt wird“. Jedoch würde er die beitragsfreie Mitversicherung von Kindern „nie zur Disposition stellen“.

Der Arbeitgeberverband BDA hatte eine Beitragspflicht von Ehepartnern in der Familienversicherung vorgeschlagen. Mindestens 220 Euro im Monat müssten Ehepartner ohne oder nur mit geringem Einkommen zahlen. Gesundheitsministerin Warken will die für Ende des Monats angekündigten Vorschläge der GKV-Finanzkommission abwarten, bevor sie sich äußert.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    AOK-Chefin: Abnehmspritzen als Kassenleistung könnten GKV mit 45 Milliarden Euro belasten

    Eine Kostenübernahme von Abnehmspritzen könnte die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) im Extremfall mit Milliardenbeträgen belasten.Würden alle GKV-versicherten Adipositas-Patienten mit einem Body-Mass-Index (BMI) von 30 oder mehr regelmäßig damit behandelt, entstünden hochgerechnet…

    Dax startet mit Verlusten in die Handelswoche – Dreifacher Belastungstest erwartet

    Der Dax ist am Montag mit Verlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 26.045 Punkten berechnet und damit 0,4 Prozent unter dem Schlussniveau vom…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert