SPD droht mit gerichtlicher Prüfung der Ramstein-Nutzung bei US-Kriegsverbrechen im Iran

Die SPD schließt eine gerichtliche Überprüfung der Nutzung der US-Basis in Ramstein nicht aus, sollte US-Präsident Donald Trump wirklich die Bombardierung ziviler Ziele wie Kraftwerke oder Brücken im Iran befehlen. Sollte es zu solchen Angriffen kommen und Trump damit „Kriegsverbrechen leichtfertig in Kauf nehmen“, dann wären solche Angriffe „auch in aller Deutlichkeit von Bundesregierung und EU als illegal zu bewerten“, sagte der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetovic, dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe).

Aus Sicht der SPD und zahlreicher Völkerrechtler sei der seit dem 28. Februar geführte Krieg gegen den Iran schon jetzt völkerrechtswidrig, sagte Ahmetovic weiter. „Sollte auch die Bundesregierung zu dieser Einschätzung gelangen, muss geprüft werden, ob und in welchem Umfang die Nutzung deutscher Standorte wie Ramstein rechtlich zulässig ist – notfalls auch gerichtlich.“

Auch der Europaabgeordnete Rasmus Andresen (Grüne) forderte Konsequenzen, sollte der Krieg weiter eskalieren. Zwar habe Deutschland sicherheitspolitisch kein Interesse an größeren Spannungen mit den USA, sagte Andresen dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). „Sollte Trump aber weiter zündeln, müssen wir bereit sein, die Sinnhaftigkeit von US-Militärpräsenz in Deutschland infrage zu stellen.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Dax leicht im Minus: Deutsche Bank und Mercedes-Benz stützen, Fed-Entscheidung und Tech-Quartalszahlen bremsen

    Der Dax hat am Mittwoch nach einem bereits zurückhaltenden Start in den Handelstag auch bis zum Mittag keine klare Richtung gefunden. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.570…

    Volkswagen stellt sich auf dauerhaften Einbruch in China ein: VW-China-Chef Brandstätter sieht Markt im freien Fall

    Volkswagen stellt sich auf einen dauerhaften Einbruch seines China-Geschäfts ein. „Der Gesamtmarkt in China ist im freien Fall“, sagte VW-Chinachef Ralf Brandstätter dem „Handelsblatt“.Bis 2030 könnte der zweitgrößte Autokonzern der…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert