Berlins Regierender: CDU muss Umgang mit der AfD überdenken

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner tritt dafür ein, dass die CDU anders als bisher mit der AfD umgeht.

„Der Umgang mit der AfD in den letzten Jahren auf allen Ebenen hat nicht den Erfolg gebracht, den sich alle erhofften. Es ist nicht schlau, einfach so weiterzumachen“, sagte Wegner der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Der CDU-Politiker forderte, dass „alle gemeinsam darüber nachdenken, was wir tun können, um das Ausgrenzungsgefühl der AfD-Wähler nicht zu verstärken.“

Bisher praktiziert die Berliner CDU einen strikten Ausgrenzungskurs gegenüber der AfD im Abgeordnetenhaus: Die Partei ist nicht im Parlamentspräsidium vertreten, ihre Kandidaten für den Untersuchungsausschuss zur Fördermittelaffäre wurden nicht gewählt. Eine inhaltliche Zusammenarbeit oder Koalition mit der AfD lehnt Wegner weiter ab. Um der AfD entgegenzutreten, schlug er unter anderem eine Aussetzung der CO2-Steuer vor: Energie und Sprit müssten „in Deutschland wieder bezahlbar werden“.

Im Wahlkampf zur Abgeordnetenhauswahl sieht Wegner ein neues Versammlungsrecht als Alleinstellungsmerkmal der CDU: „Wenn Gewalt bei Versammlungen droht, muss es für die Versammlungsbehörde einfacher werden, Demonstrationen zu untersagen“, sagte er der FAZ.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Britischer Premier Starmer lehnt Rücktritt ab und plant EU-Annäherung

    Der unter zunehmendem Druck stehende britische Premierminister Keir Starmer lehnt einen Rücktritt weiter ab. Er werde das Amt des Premierministers „nicht aufgeben“, sagte er am Montag in London.Er fügte zudem…

    Bund verlängert Beschäftigungsgarantie für Raffinerie Schwedt bis Ende 2026

    Der Bund verlängert die Beschäftigungsgarantie für die Raffinerie im brandenburgischen Schwedt um sechs Monate bis Ende 2026.„Mit der Verlängerung der Beschäftigungssicherheit geben wir Perspektive und Sicherheit“, sagte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert